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9. Charity Workingtest zu Gunsten VITA PDF Drucken E-Mail
CWT 2011Wiesbaden, Jadschloß Platte, 7. und 8. Mai 2011

Ergebnisse und alle Bilder sehen Sie hier

ein Bericht von Regina Jung, Patin von VITA Hund August

Ein Anruf von Tom: „Regina, kannst du für unsere Homepage vielleicht etwas über unseren CWT schreiben?“ An die Worte : „Erzähl einfach von deinen Eindrücken“ kann ich mich noch genau erinnern, da hatte Tom schon aufgelegt. Meine Eindrücke vom CWT zu ordnen, niederzuschreiben, das war eine Herausforderung. Doch ich will gerne diesen Beitrag leisten.

CWT 2011
CWT 2011CWT 2011

Mittlerweile habe ich alle Zwei- und Vierbeiner der großen VITA-Familie so in mein Herz geschlossen und sie alle haben es mehr als verdient. Ich kann mich noch genau erinnern. Im Jahr 2010 war mein Beitrag zum CWT ein Blech Kirschstreusel, für das leibliche Wohl. In diesem Jahr war es Donauwelle, aber zusätzlich noch mein Start mit August in der Schnupperklasse am Samstag und das Wirken als Richterhelferin am Sonntag.

Als August und ich am Samstag am Jagdschloss Platte eintrafen, freute ich mich über das herrliche Wetter und das tolle Gelände für diese großartige Veranstaltung. Es herrschte eine freundschaftliche, familiäre Atmosphäre und überall, wo ich hinschaute war zu spüren, mit wie viel Hingabe und vor allem unermüdlichem Einsatz hier viele fleißige Hände die Vorbereitungen für die beiden CWT-Tage getroffen hatten. Ich war sehr beeindruckt. August schien erst bei den Tönen der Jagdhornbläser etwas aufgeregter. Sie eröffneten den wundervollen Samstag des CWT. Es war ein schöner Moment, als ich mich umschaute und in lauter begeisterte, aber auch aufgeregte Gesichter schaute. Die Mensch/Hund-Teams verfügten mittlerweile alle über ihre Startnummer und waren einem Steward zugeordnet, der sie zu den verschiedenen Stationen des Workingtests begleitete.

„Bist du aufgeregt?“, fragte mich Marco, der mit mir in der Gruppe startete. Till, der auch zu unserer Gruppe gehörte, spitzte schon die Ohren, was ich wohl sagen würde. Natürlich war ich aufgeregt, aber es musste ja nicht so deutlich ausgesprochen werden. Also antwortete ich mit :“Vielleicht etwas.“ Es herrschte schon ein wenig Wettkampfstimmung, aber ich freute mich so sehr darüber, mit August zusammen ein Team zu sein. Bachblüten hatten mich, unterstützend, darauf vorbereitet, dass er meine ungeteilte Konzentration und Unterstützung bekam, wo er sie brauchte. So wuchs meine Begeisterung bei jeder Aufgabe und an jeder Station wurden wir auch so empfangen.

Die Richter und ihre Helfer waren immer freudig und erwartungsvoll, hilfsbereit und lobend. Manchmal ertappte ich mich bei einem kleinen Luftsprung, eher einem Hopser, nach einer gut gelungenen Aufgabe. August blickte dann zu mir auf und hüpfte einfach mit. Öfter war aus der Richtung einer anderen Station im Wald ein Schuss zu hören und ich stellte mir vor, wie dort gerade ein Mensch und ein Hund zusammen arbeiten. Und ich höre heute noch Frieda`s Stimme in meinem Ohr. “Prima“, rief sie Fellow zu und da freute ich mich von Herzen mit ihr, auch wenn ich sie gerade nicht sehen konnte. So durchliefen August und ich unseren ersten Schnupperklasse- Workingtest. Es war eine sehr schöne, tief greifende Erfahrung und ich bin mir gewiss, dass sie unsere Partnerschaft noch intensiver gemacht hat.

„Was machst du?“ „Pst, ich kann gerade nicht, ich bin am Beobachten, du darfst mich jetzt nicht stören.“ Davon sprach Tatjana im Training. Vom stillen Beobachten, wenn ein Mensch/Hund-Team an einer Apportier-Aufgabe arbeitet. Deshalb muss ich noch unbedingt von meiner Aufgabe als Richterhelfer erzählen:

Diese ehrenvolle Aufgabe durfte ich am Workingtest-Sonntag erfüllen, an der Seite von Malcom Stringer. Während August sich zu Hause ausruhte, weilte ich an Malcom`s Seite, bereit, ihm jeden möglichen Wunsch und vor allem, meine mir zugeteilte Aufgabe zur vollsten Zufriedenheit zu erfüllen. Obwohl wir Stunden im Wald verbrachten, verging die Zeit wie im Flug.

Ich war gerührt, wie überaus freundlich und ruhig Malcom jeden der Starter, ob in der Anfänger- oder Offenen Klasse, an seiner Station empfing. Gern und geduldig erklärte er die zu bewältigende Aufgabe in seiner Landessprache. Dennoch war er immer bereit, auch in Deutsch zu sprechen, wenn es gewünscht war. Malcom war anzumerken, wie gerne er für Vita an diesem Wochenende als Richter tätig war. Stolz und sehr einfühlsam zugleich begegnete er mir. Die Liebe zur Arbeit mit den Hunden stand ihm im Gesicht geschrieben.

Ich bin sehr dankbar dafür, bei meiner Aufgabe als Richterhelfer so großartige Dinge erlebt zu haben. „Du musst deinem Hund mehr vertrauen“, sagte Malcom. Mit hochgezogener Stirn, aber dennoch freundlichem Ton hörte ich auch: „Du musst das Dummy auch markieren!“ Und nicht selten sah ich ihn glücklich zu einem der Starter sagen: „It`s great, well done.“

„Zum Glück lieben und akzeptieren uns unsere Hunde so wie wir sind, mit unseren Fehlern und Schwächen, rückhaltlos.“ Das sind Worte von Werner Haag und ich kann diese Erfahrung, durch viele Beobachtungen an diesem Tag, nur teilen. Ich will nun noch mehr darauf achten, dass ich mir genug Zeit nehme, meinen Hund, stets versehen mit Freundlichkeit und Behutsamkeit, abzuleinen. Kein Hund hat verdient, dass ihm die Leine schnell und grob über die Ohren gezogen wird. Übrigens: Dieser Hund arbeitete am Sonntag trotzdem freudig und mit Erfolg.

Liebe Tatjana , liebe Ariane, ohne euch beide und ohne August wäre ich nicht das, was ich heute bin. Ihr habt mein Leben auf eine wunderbare Weise bereichert.